Das EU‑Projekt INNO.CIRCLE untersuchte, wie kleine und mittlere Unternehmen in Tirol, Südtirol und Salzburg Kreislaufwirtschaft praktisch umsetzen können. Im Fokus standen 31 Betriebe, die durch Coaching, digitale Werkzeuge und Austauschformate bei der Entwicklung zirkulärer Ansätze begleitet wurden.
Unter der Leitung der Standortagentur Tirol arbeiteten mehrere regionale Partner zusammen. Das Projektbudget betrug 857.254,90 Euro, davon kamen 663.075,51 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Zentrales Element war ein mehrstufiges Coachingprogramm, das Themen wie Materialbeschaffung, Produktdesign und Wiederverwendung abdeckte. Ergänzend wurde ein kuratierter Know-how-Pool samt Tool Set aufgebaut.
Die teilnehmenden Unternehmen analysierten ihre bestehenden Prozesse im Hinblick auf Ressourceneffizienz und entwickelten konkrete betriebliche Maßnahmen. Vernetzung, Wissenstransfer und Peer‑to‑Peer‑Learning spielten dabei eine zentrale Rolle. Praxisbeispiele aus dem produzierenden Bereich zeigten, wie Kreislaufansätze bereits umgesetzt werden.
Neben den betrieblichen Ergebnissen zielte INNO.CIRCLE auf strukturelle Wirkung in den Regionen. Entstanden sind ein Manual für Regionen, das ein Coachingprogramm in sechs Schritten beschreibt, sowie Policy‑Empfehlungen für Politik und Verwaltung in Tirol, Salzburg und Südtirol. Diese sollen helfen, geeignete Rahmenbedingungen für Kreislaufwirtschaft zu schaffen.
Zum Projektabschluss wurden beim Circular.Day in Innsbruck Praxisbeispiele und Impulse aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung vorgestellt. Deutlich wurde, dass Kreislaufwirtschaft nur im Zusammenspiel von Unternehmen, Politik und Gesellschaft funktioniert.
INNO.CIRCLE verdeutlicht, dass Kreislaufwirtschaft als wirtschaftlicher Innovationsfaktor in KMU umsetzbar ist und durch übertragbare Strukturen regional verankert werden kann.
Dieser Blogbeitrag ist eine mithilfe von KI gekürzte Version des Fachartikels “Unternehmen entwickeln neue Wege zur Kreislaufwirtschaft” von Julia Scharting (NIU 2026/22). Der Originalartikel steht in Volltext für NIU answers zur Verfügung.