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Earth Overshoot Day 2026: Ressourcenverbrauch erreicht neuen Höchststand

Umwelt
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13. Juli 2026
MANZ Online Redaktion

Am 30. Juli 2026 ist es wieder soweit: Mit dem „Earth Overshoot Day“ hat die Menschheit jene Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Ab diesem Tag leben wir – vereinfacht gesagt – ökologisch auf Kredit.

Der „Erdüberlastungstag“ wurde in den 1970er-Jahren von der Umweltorganisation „Global Footprint Network“ eingeführt, um auf die wachsende Diskrepanz zwischen Ressourcenverbrauch und Regenerationsfähigkeit der Erde aufmerksam zu machen.

Wachsende ökologische Schulden

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung zeigt die Dimension des Problems: Als der globale Overshoot im Dezember 1970 erstmals festgestellt wurde, fiel der „Overshoot-Day“ noch auf den 29. Dezember. Seither hat sich eine ökologische Schuld aufgebaut, die dem Gegenwert von 20,6 Jahren biologischer Regenerationsleistung der Erde entspricht. Zudem stieg die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre seit 1972 von 367 auf 547 ppm CO₂-Äquivalent.

Allein die Halbierung der fossilen CO₂-Emissionen könnte den „Earth Overshoot Day“ um rund drei Monate nach hinten verschieben.

Neuer Höchststand

Dass der „Earth Overshoot Day“ heuer sechs Tage später als 2025 stattfindet, bedeutet keineswegs eine Entspannung. Die Verschiebung ist schlicht auf aktualisierte Datengrundlagen zurückzuführen, darunter eine Neuwertung der Fähigkeit der Ozeane, Kohlenstoff aufzunehmen. Die tatsächliche Entwicklung zeigt in die entgegengesetzte Richtung: Der Bericht des „Global Footprint Networks“ geht sogar von einem neuen Höchststand beim globalen Ressourcenverbrauch aus. Die Organisation spricht vom „höchsten jemals erfassten Ausmaß des ökologischen Overshoots“.

1,73 Erden wären notwendig

Derzeit nutzen wir die Natur um 73% „schneller“, als sich Ökosysteme regenerieren können. Rechnerisch entspricht das einem Verbrauch von 1,73 Erden. Sichtbare Folgen sind u.a. die Entwaldung, Bodendegradation, Biodiversitätsverlust sowie die Anreicherung von CO₂ in der Atmosphäre.

Handlungsmöglichkeiten bestehen

Trotz der alarmierenden Entwicklung sieht das „Global Footprint Network“ viele bestehende Ansatzpunkte, um den Trend umzukehren, etwa in den Bereichen Energie, Ernährung, Städte, Bevölkerung und Naturschutz. Allein die Halbierung der fossilen CO₂-Emissionen könnte den „Earth Overshoot Day“ um rund drei Monate nach hinten verschieben. Unter dem Titel „Power of Possibility“ sammelt das Netzwerk konkrete Maßnahmen und Best Practices, die dazu beitragen können, den „Overshoot“ weltweit zu verringern.

Quelle: Global Footprint Network, Earth Overshoot Day 2026